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Virtuelle Signale

Ein Virtuelles Signal repräsentiert eine Zeitreihe, die durch Berechnungen entsteht – in der hetida platform in der Regel durch einen Workflow aus dem hetida designer. Das Ergebnis wird als Zeitreihe in der Plattform gespeichert und kann anschließend wie jede andere Zeitreihe genutzt werden.

Virtuelle Signale werden verwendet, um berechnete Zeitreihen dauerhaft bereitzustellen:

  • Anzeige in der Hierarchie: Bei Auswahl eines virtuellen Signals wird im Content-Bereich ein Diagramm der gespeicherten Zeitreihe angezeigt (Darstellung konfigurierbar).
  • Nutzung in Dashboards: Virtuelle Signale können wie normale Signale als Input für Panels genutzt werden (z. B. Zeitreihen-Diagramm).
  • Nutzung in Workflows: Die gespeicherte Zeitreihe kann wiederum als Eingangsparameter vom Typ Series für weitere Workflows verwendet werden.
  • Auswahl über den Object Browser: Virtuelle Signale werden in Dashboards und Workflows über den Object Browser ausgewählt.

Voraussetzung für Berechnungen: Workflows

Am virtuellen Signal ist ein hetida designer Workflow zu wählen, welcher für die Berechnungen zuständig ist und Ausgangszeitreihen liefert. Diese Outputs werden als Zeitreihen gespeichert und den virtuellen Signalen zugeordnet.

Virtuelles Signal anlegen und konfigurieren

Beim Anlegen öffnen Sie die Maske „Virtuelles Signal hinzufügen“. Oben sind die Registerkarten Signal und Workflow zu sehen.

Register „Signal“

Allgemeines

  • Name: Bezeichnung des Signals in der Oberfläche.
  • Beschreibung: Freitext zur Erklärung oder Dokumentation.

Eigenschaften

  • Über „+ Eigenschaften hinzufügen“ können zusätzliche Merkmale hinterlegt werden.

Metadata

  • Wertetyp: Datentyp der Zeitreihe.
  • Messgröße: Auswahl einer Messgröße.
  • Einheit: Einheit zur Interpretation und Anzeige der Werte.
  • Wertebereich (von/bis): Optionale Angabe, die die erwarteten Werte eingrenzt bzw. den anzuzeigenden Wertebereich im Diagramm einschränkt.

Daten Aggregation

Im Abschnitt Daten Aggregation legen Sie fest, wie die Zeitreihe für Anzeige und Auswertungen verdichtet wird. Dazu wählen Sie im Feld Verdichtungstyp eine der folgenden Optionen aus:

VerdichtungstypBedeutung
OriginaldatenDie Zeitreihe wird ohne Verdichtung dargestellt (Anzeige der vorhandenen Messwerte).
MittelwertWerte innerhalb des gewählten Intervalls werden zu einem Durchschnittswert zusammengefasst.
MedianWerte innerhalb des gewählten Intervalls werden über den Median (zentraler Wert) verdichtet.
SummeWerte innerhalb des Intervalls werden aufsummiert (z. B. für Mengen oder Verbräuche je Zeitabschnitt).
MaxPro Intervall wird der größte Wert verwendet.
MinPro Intervall wird der kleinste Wert verwendet.
  • Intervall: Zeitliche Auflösung der Verdichtung (abhängig vom Verdichtungstyp).

Ausgänge

  • Über „Hinzufügen“ können Ausgänge bzw. Zuordnungen ergänzt werden (abhängig von Konfiguration und Workflow-Setup).

Register „Workflow“

In diesem Register wählen Sie den hetida designer Workflow aus. Ein Workflow ist dann für virtuelle Signale auswählbar, wenn er genau einen Output vom Typ SERIES hat. Dieser Output liefert die Zeitreihendaten für das virtuelle Signal und ist daher nicht weiter konfigurierbar.

Darüberhinaus kann der Workflow beliebige weitere Outputs anderer Typen haben sowie beliebige Inputs jeden designer Datentyps. Diese können entsprechend konfiguriert werden: Für geeignete Inputs (z.B. Typ SERIES) ist beispielsweise die Zuordnung von anderen Signalen (virtuell oder Eingangsdaten) möglich. Außerdem steht immer auch die Möglichkeit eine fixe Handeingabe vorzunehmen sowie ein URI-Wiring festzulegen.

Desweiteren können anzuziehender Zeitbereich für eingehende Zeitreihendaten sowie Zeitsteuerung der Ausführung festgelegt werden.

Speichern

  • Klicken Sie auf Speichern, um das virtuelle Signal anzulegen.
  • Mit Abbrechen verlassen Sie die Maske ohne Änderungen.

Virtuelles Signal bearbeiten und exportieren

Ein bestehendes virtuelles Signal können Sie im Explorer bearbeiten oder dessen gespeicherte Zeitreihendaten exportieren.

Kontextmenü des virtuellen Signals öffnen

  • Suchen Sie das gewünschte virtuelle Signal im Explorer.
  • Klicken Sie das virtuelle Signal mit der rechten Maustaste an.
  • Wählen Sie im Kontextmenü die gewünschte Funktion:
    • Eigenschaften, um das virtuelle Signal zu bearbeiten,
    • Export, um die Zeitreihendaten zu exportieren,
    • Berechtigungen, um die Zugriffsrechte zu verwalten,
    • Änderungshistorie, um Änderungen am virtuellen Signal nachzuvollziehen,
    • Ausführungshistorie, um die Ausführungen des virtuellen Signals einzusehen, oder
    • Löschen, um das virtuelle Signal zu entfernen.

Eigenschaften bearbeiten

Wählen Sie Eigenschaften, um die Bearbeitungsansicht des virtuellen Signals zu öffnen. Die bereits gespeicherten Angaben werden in der Bearbeitungsansicht angezeigt und können angepasst werden.

Die Ansicht enthält die für ein virtuelles Signal relevanten Bereiche, unter anderem:

  • Allgemeines: Bearbeiten Sie den Namen und die Beschreibung des virtuellen Signals.
  • Eigenschaften: Ergänzen oder bearbeiten Sie zusätzliche Merkmale.
  • Metadaten: Pflegen Sie die Metadaten des virtuellen Signals.
  • Daten Aggregation: Legen Sie die Verdichtung der gespeicherten Zeitreihendaten fest.
  • Workflow: Prüfen oder ändern Sie die Zuordnung zum hetida designer Workflow und zum verwendeten Output vom Typ Series.
  • Ausgänge: Verwalten Sie vorhandene Ausgänge, sofern diese für das virtuelle Signal konfiguriert sind.

Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Felder und Eingabemöglichkeiten finden Sie im Abschnitt Virtuelles Signal anlegen und konfigurieren. Die dort beschriebenen Angaben und Auswahlmöglichkeiten gelten grundsätzlich auch für die Bearbeitung eines virtuellen Signals.

Klicken Sie auf Speichern, um die Änderungen zu übernehmen, oder auf Abbrechen, um die Bearbeitung ohne Änderungen zu beenden.

Zeitreihendaten exportieren

Wählen Sie im Kontextmenü des virtuellen Signals den Eintrag Export. Daraufhin öffnet sich der Dialog „Exportieren“.

  • Zu exportierender Zeitraum (Pflichtfeld): Legt den Zeitraum fest, für den die Zeitreihendaten des virtuellen Signals exportiert werden sollen. Über die Pfeilschaltflächen oder das Auswahlmenü können Sie einen anderen verfügbaren Zeitraum auswählen.
  • Betrachtungszeitpunkt (optional): Hier können Sie festlegen, zu welchem Zeitpunkt die Daten betrachtet werden sollen. Wenn kein bestimmter Betrachtungszeitpunkt angegeben ist, wird Jetzt angenommen.
  • Format: Wählen Sie genau ein Dateiformat aus – CSV oder XLSX (Excel), optional mit Kommentaren. Im Dialog ist standardmäßig CSV ausgewählt.

Klicken Sie auf Export, um den Export zu starten, oder auf Abbrechen, um den Dialog ohne Export zu schließen.

Ausführungshistorie anzeigen

Über den Menüpunkt Ausführungshistorie öffnen Sie eine Übersicht der bisherigen Ausführungen des virtuellen Signals. Die Übersicht zeigt, wann eine Ausführung gestartet wurde, wie lange sie gedauert hat, welche Daten verarbeitet wurden und ob sie erfolgreich abgeschlossen wurde.

Weitere Informationen finden Sie unter Ausführungshistorie anzeigen.

Berechtigungen verwalten

Über Berechtigungen können Sie die Zugriffsrechte für ein virtuelles Signal verwalten. Je nach Berechtigungsmodell können Sie festlegen, welche Benutzer oder Gruppen das Signal anzeigen oder bearbeiten dürfen.

Weitere Informationen finden Sie unter Berechtigungen der Einträge.

Änderungshistorie anzeigen

Über Änderungshistorie können Sie nachvollziehen, wann ein Signal geändert wurde, welcher Benutzer die Änderung vorgenommen hat und welche Werte angepasst wurden.

Weitere Informationen finden Sie unter Änderungshistorie der Einträge.

Virtuelles Signal löschen

Über den rot markierten Menüpunkt Löschen können Sie das virtuelle Signal aus dem Explorer entfernen. Wenn Sie das virtuelle Signal nicht löschen möchten, schließen Sie das Kontextmenü ohne Auswahl von Löschen.